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Als Bürgermeister der Kurstadt Bad Frankenhausen leite ich die Stadtverwaltung, bestimme die Geschäftsverteilung und vollziehe die Beschlüsse des Stadtrates und der Ausschüsse. So ist es in der Thüringer Kommunalordnung beschrieben. Für mich steckt mehr hinter dem Amt des Bürgermeisters meiner Heimatstadt. Diese mittlerweile fast 6-jährige Aufgabe war politisch gesehen seit meiner Jugend das große Ziel. Und ich setze alles daran, diese verantwortungsvolle Aufgabe und dem damit verbundenen Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden und auch in den kommenden 6 Jahren als Bürgermeister dieser wunderbaren Stadt Bad Frankenhausen die positive Entwicklung fortzusetzen. Seit meinem Amtsantritt im Sommer 2006 verstehe ich mich als Stadtoberhaupt aller Mitmenschen. Ich stehe als Ansprechpartner allen Menschen zur Verfügung und habe immer ein offenes Ohr für ihre Anregungen, Probleme und Wünsche.
Mit der Wahlentscheidung im Mai 2006 haben viele Bürgerinnen und Bürger große Hoffnungen in mich gesetzt und erwarteten, das Wahlversprechen auch realisiert werden. Daran lasse ich mich gern messen und stehe nach wie vor zu meinen Aussagen im Wahlkampf 2006. Die verschiedenen Kernaussagen habe ich für die Legislaturperiode 2006 bis 2012 getroffen. Im Jahr 2012 kann ich rückblickend mit gutem Recht sagen, lasse ich mich gern an meinen damaligen Versprechen messen und man kann feststellen, dass uns allen gemeinsam sehr viel gelungen ist und die Heimat- und Kurstadt Bad Frankenhausen eine positive Entwicklung genommen hat. Kernaussage 2006 war das versprochene Engagement für eine kinder- und familienfreundliche Kurstadt Bad Frankenhausen. Um eines klar zu stellen, unter Familienfreundlichkeit verstehe ich deutliche Verbesserungen sowohl für junge Menschen als auch für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Familie ist nicht nur die 20-jährige Familie sondern auch das Rentner-Ehepaar.
Was wurde aus den Wahlversprechen 2006: Versprechen gehalten? Für Mehr Familie: Mit dem Konzept der Zusammenlegung der 3 Kindertagesstätten in Bad Frankenhausen haben wir uns als Stadt zu unseren Kindern bekannt. Am 01. September 2007 wechselte die Trägerschaft der Kita Sonnenschein und der Kita Wippergärtchen in die Verantwortung der Stadt zurück. Im Laufe der Jahre bestätigte sich der Erfolg des Konzeptes. Die Qualität der Kinderbetreuung konnte verbessert werden und die Kosten für die Kinderbetreuung wurden gesenkt. Die Eltern haben dies bereits finanziell gespürt: Der Elternbeitrag wurde von 155,- € auf 135,- € gesenkt.
Das Erscheinungsbild sowie die Spielmöglichkeiten der 2 städtischen Spielplätze im Stadtpark und am Schlossplatz wurden in den letzten Jahren deutlich verbessert.
Für Mehr Einwohner: Der demografische Wandel ist ein großes Problem speziell unserer Region und unserer Stadt. Bei diesem Themenfeld gibt es aber kein „Wunder-Konzept“, dass alles löst. Nein, den Bevölkerungsrückgang können wir durch viele verschiedene Puzzle-Steine stoppen. Das Grundgerüst für das Puzzle ist bereits entstanden. Ein weicher Standortvorteil für Bad Frankenhausen ist die Kinder- und Familienfreundlichkeit. Uns ist es gelungen, dass die Gemeinde Esperstedt seit dem 01.12.2007 Ortsteil der Stadt Bad Frankenhausen ist. Durch den freiwilligen Zusammenschluss erhielt die Stadt Bad Frankenhausen einen finanzielle Zuwendung von 941.600,- €, die u.a. für Investitionen in allen 3 Ortsteilen verwenden wird.
Jeder Neubürger in unserer Stadt erhält eine Neubürgerbroschüre mit interessanten Gutscheinen, um gleich unsere Heimatstadt näher kennen zu lernen. Somit wird der Start in Bad Frankenhausen erleichtert. In den letzten Jahren konnte der Wegzug von Bürgerinnen und Bürgern leicht abgefedert werden. Durch zahlreiche private und kommunale Investitionen bin ich davon überzeugt, dass sich unsere Stadt zukünftig als einer der interessantesten Wohnstädte in unserer Region etablieren wird. Aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2012 belegen es, die Stadt Bad Frankenhausen wird in den kommenden 20 Jahren weniger Einwohner verlieren als noch vor 5 Jahren vorausgesagt. Für Mehr Kultur- und Tourismusförderung: Die Anerkennung des Prädikats „staatlich anerkanntes Sole-Heilbad“ erhielt die Stadt am 07.02.2007. Ein wichtiger Meilenstein für den Wirtschaftsfaktor Kur und Tourismus. Auch mit Initiative der Stadt ist es gelungen, dass ehemalige Hotel Reichental wieder einer Nutzung zuzuführen. Die Kinder-Reha-Klinik am Kyffhäuser hat das Objekt erworben und wird mit dem Umbau die Kapazität der Betreuungsplätze ausbauen. Ich wollte dafür kämpfen, dass Bad Frankenhausen einen Kur- und Veranstaltungssaal bekommt. Es wurde ein Konzept erarbeitet, dass vor sah, im Regionalmuseum einen großen Festsaal zu integrieren. Mit dem Konzept hätte die Kurstadt ihren Saal bekommen, das Regionalmuseum hätte eine langfristige Bestandssicherheit gehabt und finanziell wären keine enormen Mehrbelastungen auf die Stadt zu gekommen. Doch eine knappe Stadtratsmehrheit hat aus politischem Kalkül heraus die Umsetzung des Projektes verhindert. Es ist schon erstaunlich, dass die „Gegner“ des Projektes im Jahre 1995 genau das Gleiche umsetzen wollten. Doch 13 Jahre später unter anderer poltischer Führung war das sinnvolle mit einmal nicht mehr sinnvoll…! Ich bin aber weiter an diesem Thema dran und die Stadt könnte sich vorstellen gemeinsam mit der Volkssolidarität in der ehemaligen Jahnturnhalle einen Mehrzwecksaal zu errichten. Die Gespräche diesbezüglich wurden bereits aufgenommen.
Uns ist es gelungen, im Jahre 2008 wieder einen Unterstützungsfonds für Vereine einzuführen. Jährlich werden ca. 12 T€ an Frankenhäuser Vereine übergeben werden. Damit stärken wir das bürgerschaftliches Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger. Auch wurden unsere städtischen Feste belebt und erweitert. Der traditionelle Bauernmarkt ist u.a. durch viele historische Stände und Aktivitäten wieder ein Bauernmarkt, wie es sich die Einwohner wünschen. Zudem wurde 2007 das 1. Lampionfest im Kurpark organisiert. Dieses Fest mitten im Grünen und im alten Musik-Pavillon erfreute sich einer großen Beliebtheit bei jung und alt und findet nun jährlich im August statt. Im Jahr 2008 erhielt die Kommune einen Fördermittelbescheid für den 3. Bauabschnitt der Kyffhäuser-Therme in Höhe von 1,787 Mio. Euro und die Therme sowie das Kurmittelhaus wurden mit einer Gesamtinvestition von ca. 2,3 Mio. Euro deutlich aufgewertet. Noch Ende des letzten Jahres erhielten wir vom Thüringer Wirtschaftsministerium einen Fördermittelbescheid in Höhe von 5,519 Mio. Euro für den 4. Bauabschnitt des Kurparkes mit integriertem Solewasser-Vitalpark. Damit wird ein Herzstück der Stadtentwicklung bis 2014 umgesetzt und der Schandfleck des alten Soleschwimmbades verschwindet und es entsteht u. a. eine attraktive Badelandschaft für jung und alt. Für Mehr Sicherheit für unseren Schulstandort: Ziel war und ist es, alle Schularten in Bad Frankenhausen dauerhaft zu sichern. Uns ist es gelungen, die Grundschule im Ortsteil Udersleben vor einer Schließung 2007 und 2012 vorerst zu retten.
Für Mehr Kontakt mit der Bundeswehr In den letzten 6 Jahren ist der Kontakt zur Bundeswehr deutlich aufgefrischt wurden. Noch vor der Umstrukturierung im Juli 2007 bauten wir einen engen Kontakt zur Bundeswehr auf: Es wurde wieder das traditionelle Fußballspiel zwischen der Bundeswehr und der Stadt durchgeführt, der Auflösungsappell des Panzerbataillon 131 fand in der Öffentlichkeit statt, im Anschluss daran gab es einen Empfang im Rathaus, mit dem neuen Instandsetzungsbataillon wurde ein Patenschaftsvertrag abgeschlossen. Durch die Umstrukturierung der Bundeswehr ist die Mannschaftsstärke im Juli 2007 deutlich erhöht wurden. Damit ist der Bundeswehrstandort Bad Frankenhausen deutlich aufgestockt und davon profitiert insbesondere die Wirtschaft in unserer Kur- und Garnisonsstadt.
2008 wurde offiziell ein Patenschaftsvertrag mit dem Logistikbataillon 131 und der Stadt Bad Frankenhausen geschlossen. Mit der Entscheidung zur zukünftigen Bundeswehrstruktur im letzten Jahr bleibt unsere Kyffhäuser-Kaserne erhalten und auch die Reduzierung der Mannstärke ist zu verkraften. Mit über 1.000 Dienstposten und den zusätzlichen Lehrgangsteilnehmern bleibt Bad Frankenhausen einer der größten Bundeswehrstandorte in Thüringen. Darüber freuen wir uns alle. Darüber hinaus gab es in den letzten Jahren zahlreiche weitere Aktivitäten, um die freundschaftliche Beziehung mit den Soldatinnen und Soldaten zu stärken. Ich erinnere da nur an die Aktion „Gelbe Schleife“. Auf Initiative der Stadt haben zahlreiche Partner aus der heimischen Wirtschaft die Solidarität zu unseren Soldatinnen und Soldaten durch das Tragen der Gelben Schleife öffentlichkeitswirksam gezeigt. Dauerhaft bringen wir an unseren Ortsbegrüßungstafeln Gelbe Schleifen an! Für Mehr:
Wahlversprechen sind also nicht nur Versprechungen geblieben, sondern konnten innerhalb der Wahlperiode bereits umgesetzt werden bzw. begonnen werden. Natürlich ist dies kein Grund sich auszuruhen.
Viel versprochen – viel gehalten Diese Erfolge habe ich mir aber nicht alleine zuzuschreiben. Uns ist gemeinschaftlich diese positive Entwicklung gelungen. Mittlerweile geht meine erste Amtsperiode zu Ende und ich kandidiere auch für die nächsten 6 Jahre für das Amt des Bürgermeisters. Oft werde ich gefragt, ob mir das Amt noch Spaß macht. Die Antwort ist immer die gleiche, natürlich habe ich Freude an meinem Amt als Bürgermeister. Denn es ist ein tolles Gefühl mitzuerleben, was wir gemeinschaftlich erreicht haben und wie meine, unsere Ideen und Visionen in die Realität umgesetzt werden.
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